Früh französisch : je früher desto besser!

Wiedermal erscheint auf  meinem Blog einen Artikel auf Deutsch.

Frühfranzösisch : als Mutter von drei Kindern betrifft mich dieses Thema ganz besonders und ich möchte meine Erfahrungen und Konzepten hier mitteilen.

Sind Vorschul- und Grundschulkinder reif genug, um eine neue Sprache zu lernen? Ist eine dritte Sprache für billinguale Vorschulkinder zu viel? Die Antwort gilt für alle: Je früher, desto besser.

Gehirn und Sprache

„Das Gehirn kann damit umgehen, mehrere Sprachen zu lernen und ist darauf angelegt“, erklärt Kristin Kersten, Juniorprofessorin für Fremdsprachenunterricht und Zweitspracherwerb an der Universität Hildesheim. „Auch wenn ein Nichtmuttersprachler sehr gut spricht, kann er Probleme mit der Grammatik und vor allem mit der Wortwahl haben. Außerdem haben die wenigsten eine akzentfreie Aussprache“. Es ist bekannt und wurde erforscht, dass Kinder schon im Alter von 11 bis 18 Monate verschiedene Laute erkennen können und dafür Kategorien bilden können. Fazit: Lernt man eine neue Sprache schon in seiner frühen Kindheit, erzielt man bessere Ergebnisse.

Fremdsprache gegen Muttersprache?

Außerdem möchte ich darauf hinweisen: eine Fremdsprache (Zweit- oder Drittsprache) wirkt sich meist nicht negativ auf die Muttersprache aus. Für Kinder, die sich unsicher in der deutsche Rechtschreibung oder Grammatik fühlen, hat das Lernen einer zusätzlichen Fremdsprache keine Nachteile. Sie können sogar, laut Studien, davon profitieren und den neu erlernten Stoff in die andere Sprache übertragen.

Vorteile Jung zu sein

Im Kindergartenalter haben Kinder noch wenig Hemmungen und reden einfach drauflos, auch wenn sie fast nichts können. Das Schamgefühl kommt erst mit der Pubertät. In diesem Alter kann man ohne Schamgefühl und Hemmungen eine Fremdsprache mit viel Bewegung und Aktivitäten lernen.

Utopisch

Bei der Vermittlung einer weiteren Sprache in der frühen Kindheit handelt es sich mehr um einer Zweitsprache als einer Fremdsprache; mit zwei oder drei Jahren lernt ein Kind nämlich nicht eine Sprache sondern er nimmt sie in sich auf – es eignet sich die Sprache an. Die Zweitsprache wird wie eine Muttersprache aufgenommen. Es ist aber utopisch zu glauben, dass Kinder sich nach ein paar Stunden französisch unterhalten können, oder zu hoffen, dass es nach 10 Unterrichtseinheiten fließend sprechen kann!
Aber diese Stunden mit einer Muttersprachlerin wie bei Français à la carte ;-), die ihnen Authentizität und Kultur gegeben hat, können bei Kindern das Interesse auf eine neue Sprache wecken.  Es handelt sich nicht um einer Vertiefung sonder eher um das Vertrautmachen mit anderen Klängen. Während der Fremdsprachenerwerb nach dem üblichen Unterrichtsmuster von Vokabeln- und Grammatiklernen verläuft, orientiert sich die Zweitsprachenvermittlung am Prozess des Muttersprachenerwerbs: natürlich und lebensbezogen. Mit Français à la carte werden die Kinder in Französisch handeln, singen und tanzen; mit Freude und Spaß die Sprache erleben!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.